Was kostet es, ein Klavier zu entsorgen?
Bei uns gibt es keinen Schwerlastzuschlag. Ein Klavier wird vor Ort zerlegt und als Material entsorgt; berechnet werden die Arbeitszeit zu 65,45 €55,00 € je Person und Stunde und das Gewicht zu {{p:disposalPer100Kg}} je 100 Kilogramm. Ein Klavier wiegt 200 bis 350 Kilogramm, das ergibt 95 bis 167 € Entsorgung, plus ein bis zwei Stunden fürs Zerlegen. Für Tresore gilt dasselbe Prinzip.
Viele Anbieter verlangen für Klaviere eine Pauschale von 300 bis 600 €. Das ist nicht unverschämt, sondern die Folge einer anderen Arbeitsweise — und die lohnt sich zu verstehen, weil sie erklärt, warum es billiger geht.
Warum kein Zuschlag nötig ist
Ein Klavier ist schwer, weil es eine gusseiserne Platte enthält, an der die Saiten mit mehreren Tonnen Zug hängen. Diese Platte ist der Grund, warum ein Klaviertransport normalerweise vier Personen, Gurte und ein Spezialfahrzeug braucht.
Wenn das Instrument aber entsorgt und nicht transportiert wird, entfällt dieser Aufwand vollständig. Wir zerlegen es dort, wo es steht:
- Gehäuse, Deckel und Klaviatur abnehmen — Holz
- Saiten entspannen und abnehmen — Metall
- Gusseiserne Platte trennen — Metallschrott, das schwerste Einzelteil
- Filz, Hämmer, Mechanik — Restmüll
Danach sind aus einem unbeweglichen 300-Kilo-Objekt mehrere tragbare Teile geworden, die eine Person über eine normale Treppe bringt. Kein Kran, keine vier Träger, kein Spezialfahrzeug. Deshalb kein Zuschlag.
Das Zerlegen selbst dauert bei einem Pianino etwa eine Stunde, bei einem Flügel zwei bis drei — ein Flügel hat mehr Gehäuse und ein aufwendigeres Rastensystem.
Was kostet ein Flügel?
Ein Flügel wiegt 300 bis 500 Kilogramm, also 143 bis 238 € Entsorgung, plus zwei bis drei Stunden Arbeitszeit. Rechnen Sie insgesamt mit 350 bis 550 € inklusive Mehrwertsteuer, abhängig vom Stockwerk.
Tresore
Dasselbe Prinzip, aber mit einer Einschränkung: Ein Tresor lässt sich nicht immer zerlegen. Was wir tun, hängt vom Typ ab.
Möbeltresore und leichtere Wandtresore bis etwa 150 Kilogramm bewegen wir mit Sackkarre und Rollbrettern. Bei mehreren Stufen wird abwechselnd gesichert und getragen — langsam, aber ohne Spezialgerät.
Schwere Standtresore ab 300 Kilogramm werden geöffnet und, wo möglich, zerlegt. Der Betonkern zwischen den Stahlwänden ist der Gewichtsanteil; getrennt lässt sich beides normal entsorgen. Das ist Arbeit, aber überschaubare.
Wichtig: Der Tresor muss offen sein. Ein verschlossener Tresor ohne Schlüssel oder Code ist ein Sonderfall — wir öffnen keine Tresore gewaltsam, weil dabei nicht auszuschließen ist, dass Inhalt beschädigt wird, der Ihnen gehört. Beauftragen Sie vorher einen Schlüsseldienst oder Tresoröffner. Wenn Sie wissen, dass er leer ist und Sie es schriftlich bestätigen, sprechen Sie uns darauf an.
Weitere schwere Objekte
Waschbetonteile, Blumenkübel, Grabsteine. Rein nach Gewicht. Ein Betonkübel von 80 Kilogramm ist unspektakulär, dreißig davon im Garten sind zwei Tonnen.
Heizkessel und Öltanks. Der Kessel ist Metallschrott. Ein Öltank muss vorher fachgerecht entleert und gereinigt werden; Restöl ist Sondermüll zu 9,50 €7,98 € je Liter. Nicht entleerte Tanks nehmen wir nicht mit.
Badewannen aus Guss. 100 bis 150 Kilogramm, werden in der Regel vor Ort zerteilt.
Werkstattmaschinen. Drehbänke, Fräsen und Ständerbohrmaschinen werden demontiert. Achtung: Kühlschmierstoffe und Öle sind Sondermüll und werden getrennt abgerechnet.
Klaviere im Innenhof oder Keller. Der häufigste Sonderfall. Wenn das Instrument über eine Außentreppe oder durch einen engen Kellergang muss, wird komplett vor Ort zerlegt — das ist dann zwingend, nicht optional.
Wann Sie besser verkaufen als entsorgen
Bei Klavieren lohnt eine kurze Prüfung, bevor Sie einen Räumungstermin buchen.
Verkaufen lohnt sich bei spielbaren Instrumenten bekannter Hersteller — Steinway, Bechstein, Blüthner, Grotrian-Steinweg, Schimmel, Yamaha, Kawai — wenn Mechanik und Stimmung in Ordnung sind. Solche Instrumente haben einen echten Markt, und ein Fachhändler oder Klavierbauer nennt Ihnen den Wert meist telefonisch.
Verkaufen lohnt sich nicht bei Instrumenten ohne Markennamen aus den 1960er- und 1970er-Jahren, bei Rissen im Resonanzboden, bei Wurmbefall oder wenn das Klavier jahrelang in einem feuchten Keller stand. Der Münchner Markt ist voll von Klavieren, die kostenlos abzugeben sind und trotzdem stehen bleiben — weil allein der Transport 300 € kostet.
Diese Logik ist derselbe Grund, aus dem wir generell keine Wertanrechnung anbieten: Was einen Markt hat, sollten Sie selbst verwerten. Was keinen hat, entsorgen wir zum Materialpreis.
Was Sie uns vorher sagen sollten
- Um welches Objekt es geht und, wenn möglich, Hersteller und Modell
- In welchem Stockwerk es steht und ob ein Aufzug existiert
- Ob es durch Türen und Treppenhaus überhaupt in einem Stück passen würde
- Bei Tresoren: ob er offen ist
- Bei Öltanks und Maschinen: ob Betriebsstoffe drin sind
Mit diesen Angaben steht die Position im Angebot, statt am Termin verhandelt zu werden. Ein Foto genügt meist — laden Sie es einfach in den Angebotsrechner. Die vollständigen Gewichtspreise finden Sie auf der Seite Entsorgung und Recycling.
